Die iPad-Klasse an der Theodor-Heuss-Realschule in Hockenheim

Ich darf in diesem Schuljahr zusammen mit einem Kollegen eine Tablet-Klasse in unserer Schule einrichten. Die Wahl des den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellten Tablets war bereits vor meinem Dienstbeginn an der Schule geklärt. Insgesamt wurden 30 IPad Air 2 für die Schülerinnen und Schüler, 2 ipad-Pro im 9 Zoll Format für die beteiligten Lehrkräfte und ein Mac-Mini zur Verwaltung der iPads angeschafft.

Ziel des Projektes ist es, Möglichkeiten der Nutzung im Unterricht zu erarbeiten und anschließend im Unterricht zu evaluieren. Gleichzeitig soll am Beispiel der Einrichtung des Verwaltungssystem in dieser Klasse beispielhaft mögliche Nutzungsszenarien für weitere Klassen in späteren Jahren oder eine mögliche Erweiterung der Anzahl der iPads vorbereitet werden. Ich selbst kümmere mich vor allem um die Administration der Tablets, sowie die Erarbeitung eines Konzepts in den Fächern Geschichte und EWG (Realschulfach in BW – Erkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde.

Die Tablets werden von Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse genutzt, denen das Tablet ständig zur Verfügung steht.

Im Laufe der nächstens Posts auf diesem Blog werde ich versuchen, die Wege  zu beschreiben, die wir zur Etablierung der Tablet-Klasse gegangen sind – gleichzeitig jedoch auch von mir getestete Einsatzszenarien beschreiben und, sofern möglich, bewerten. Nebenbei will ich versuchen von mir im Unterrichtsalltag verwendete Apps vorzustellen.

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Neue Schule – neue Klassen

Ich habe mein Referendariat mittlerweile beendet und bin in den Schuldienst des Landes BW gewechselt. An meiner neuen Schule habe ich das Vergnügen, sowohl eine IPad-Klasse, als auch eine IWB-Klasse zu unterrichten. Daneben unterrichte ich Deutsch in einer Vorbereitungsklasse. Erfahrungen, Ideen und Hinweise werde ich an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen posten. 

Neues Angebot: Der News-Digest

Mit meinen oberen EWG-Klassen diskutiere ich gerne über aktuelle Tagespolitik. Das hat den Vorteil, dass es neben den „normalen“ Inhalten des Unterrichts auch Themen gibt, die der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sehr nahe sind. Damit diese Themen nicht vollkommen losgelöst und ohne Informationen diskutiert werden, trägt je ein Schüler einen kurzen Input zu einem Themengebiet vor, meist einer Sache, die aktuell in den Medien diskutiert wird. Daran anschließend diskutieren wir in der Klasse zu einer vorgebenen Leitfrage, meist jedoch weit darüber hinaus. Ich empfinde diese Diskussionen als sehr sinnvoll und gewinnbringend, beteiligen sich doch auch Schülerinnen und Schüler, die sonst eher zurückhaltend sind. Zur Zeit haben wir als immer wiederkehrendes Thema den Komplex Flüchtlinge und Asyl.

Ein Problem bei diesen Diskussionsrunden, die wir „Wochenschauen“ nennen, ist, das die Schülerinnen und Schüler häufig klagen, sie würden nur bedingt passende Themen finden. Um ihnen hier ein wenig entgegenzukommen, habe ich mich dazu entschieden eine Art Nachrichten-Digest anzulegen, in dem ich täglich Nachrichten verlinke. Aus diesem Material können dann die Schülerinnen und Schüler wählen und mit eigenen Recherchen ergänzen.

Der Digest soll – sofern möglich – jeden Tag um die Abendzeit aktualisiert werden.

Mal schauen wie es läuft. Ich werde berichten.
Achja, die Idee der Wochenschau hab ich von meinem Ausbilde vom Seminar übernommen. Dafür Dank 😀

#wikipediaundich Folge 1: „An der Wikipedia interessiert mich… nicht so viel“

So die Antwort einer meiner Schüler im Rahmen eines Projekts zur Geschichte in der Wikipedia. In diesem Rahmen habe ich in einer kleinen Umfrage versucht rauszufinden, was meine Schülerinnen und Schüler so von der Wikpedia halten, was sie darin nachschlagen und wie sie generell mit ihr umgehen.

In loser Folge werde ich hier über meine Erkenntnisse aus diesem Projekt berichten bzw. vertiefte Überlegungen auch in Studienfutter veröffentlichen.

Hier nun:

#01 – Was interessiert mich an der Wikipedia?

Für die meisten meiner Schülerinnen und Schüler ist die Wikipedia lediglich als Informationslieferantin für, sagen wir mal, Popkultur da. Es sind vor allem Informationen über Stars und Sternchen, über Fernsehsendungen und über Musik und Tiere (!), die sie vor allem und gerne lesen. Wenige – und in diesem Fall glaube ich an eine gewisse Form einer sozial gedachten/erwünschten Antwort – schlagen in der Wikipedia auch historische Themen nach. Einige Schülerinnen und Schüler sehen in der Wikipedia den idealen Ausgangspunkt für die Vorbereitung eines Referats.

In der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ist die Wikipedia sehr wohl verankert, jedoch gänzlich anders, als ich das gerne hätte. Weniger historische Inhalte, denn mehr Stars-Wissen. Vielleicht kann man da ja was machen… Wir werden sehen.

 

Nachtrag: Überlegungen zu einem Beitrag von Marco Zerwas zu Wikipedia auf der #gld15 findet sich auf Studienfutter.

 

Unterrichtsentwürfe #01

In wenigen Tagen habe ich meinen nächsten Unterrichtsbesuch in Geschichte. Die Stunde wird für die Schülerinnen und Schüler meiner 7.Klasse die Funktion von Klöstern im Mittelalter näher beleuchten. Dafür werden wir uns mit den Regeln des hl. Benedikt und dem Klosterplan von St. Gallen beschäftigen. 

Ich bin vor allem auf die Bearbeitung des Klosterplans durch meine Klasse gespannt. Ich habe einen didaktisch reduzierten Plan erstellt, der auf die „unwichtigen“ Informationen verzichtet um den Schülerinnen und Schülern den Blick auf das Wesentliche zu erleichtern.

Ziel der Stunde ist, dass die Schülerinnen und Schüler die „Welt im Kleinen“ in einem Kloster erkennen. Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang die spirituelle, die wirtschaftliche, die wissenschaftliche und die medizinische Funktion von Klöstern. 

Ich freue mich schon sehr auf diese Stunde und werde berichten,wie es lief….
P.S. Beim Verfassen des Unterrichtsentwurfs schreibe ich besonders gerne die didaktische Begründung. Einfach mal wieder aus dem gesamten Repertoire schöpfen und Literatur sichten, die man gerne liest. Einfach schön.

Schulfutter – Das Blog zu meinen Schulerfahrungen

Nach einigen „Umwegen“[1] bin ich nun seit dem Februar 2015 Anwärter für das Lehramt an Realschulen an der Otto-Graf-Realschule in Leimen. Hier unterrichte ich die Fächer Deutsch, Geschichte und EWG. Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 unterrichte ich Deutsch in der 7. Klasse, Geschichte in der 7. Klasse und EWG in den Klassen 5, 8 und 9. In diesem Blog möchte ich versuchen, über interessante Erlebnisse, Erfahrungen und Aspekte meines Schulalltages zu bloggen. Dabei dient das Blog sowohl der Kommunikation meiner Erfahrungen nach außen, jedoch auch meiner eigenen Reflexion. Gerade in der Phase des eigenständigen Unterrichtens scheint es mir sehr wichtig, das eigene unterrichtliche Tun verstärkt zu reflektieren. Neben der Darstellung gelungener Stundenideen soll hier auch Platz sein, Probleme zu analysieren und um auf interessante Dinge rund um die Themen Schule, Unterricht und D/G/EWG hinzuweisen.

[1] Vgl. das Blog Studienfutter